Nach Neuwahlen hat sich die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT) Kreisverband Heidelberg neu aufgestellt. Neuer Kreisvorsitzender ist Tilo Müller. Der 55-jährige, selbständige Unternehmensberater wurde bei der Mitgliederversammlung Mitte Januar einstimmig zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt.

Er tritt damit die Nachfolge von Lucia Gnant an, die nicht erneut kandidierte. Tilo Müller gehört seit vielen Jahren dem Kreisverband der MIT Heidelberg und dem Bezirksvorstand der MIT Nordbaden an. In der letzten Landtagswahlperiode leitete er die Arbeitsgruppe: „Baden-Württemberg - das Mittelstandsland“ im Landesfachausschuss Wirtschafts- und Finanzpolitik der CDU Baden-Württemberg. Daneben ist er als stellvertretender Kreisvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) Heidelberg und als Bezirksbeirat in Kirchheim mit den lokalen Verhältnissen vertraut.

Als stellvertretende Kreisvorsitzende im Amt bestätigt wurde Kristina Essig. Die Rechtsanwältin ist Stadträtin, Kreisvorsitzende der Frauenunion und seit vielen Jahren im MIT Kreisvorstand tätig. Schatzmeister ist weiterhin Steuerberater Bernhard Müller. Als Schriftführer und bei der Pressearbeit engagiert ist nun Stadtrat Matthias Kutsch. Als Beisitzer in den Vorstand gewählt wurden der CDU-Fraktionsvorsitzende im Heidelberger Stadtrat Dr. Jan Gradel, die Unternehmer Christian Kücherer und Frank Beisel, Alexander Mitsch von der SRH Heidelberg, Gesellschafter/Geschäftsführer Andreas Ziegler und der Inhaber der Eventmanagementagentur Axel Kappey sowie Hannes Gutjahr und Thomas Treiber. Zu Kassenprüfern wurden Dr. Wolfgang Heindl und Erika Schroth gewählt. Außerdem wurden Delegiertenwahlen für den Bezirksmittelstandstag Nordbaden und den Landesmittelstandstag Baden-Württemberg durchgeführt.

Die Mitgliederversammlung, zu deren Beginn sieben neue Mitglieder aufgenommen werden konnten, war sehr gut besucht. Als Gäste konnten neben dem Heidelberger CDU-Kreisvorsitzenden Alexander Föhr, der eigens aus Freiburg angereiste Landesvorsitzende der MIT Baden-Württemberg Daniel Hakenjos sowie der Bezirksvorsitzende der MIT Rolf Buttkus (Baden-Baden) begrüßt werden. Sie betonten in einem Grußwort die Erfolge der MIT und die Wichtigkeit, Kräfte zu bündeln um das Engagement für den Mittelstand weiter voranzutreiben.

In seiner Antrittsrede betonte Tilo Müller die Errungenschaften der sozialen Marktwirtschaft. Gute Rahmenbedingungen seien aber nicht selbstverständlich. Man müsse sich täglich für den Erhalt und die zukünftige Gewährleistung einsetzen. Auch könne man jeden Euro nur einmal ausgeben. Und der müsse zuerst einmal verdient sein.

Ein wichtiges Ziel der MIT Heidelberg bleibt der Abbau der Bürokratie, der flächendeckende Ausbau von schnellem Breitbandnetz im ganzen Land und die Digitalisierung der Wirtschaft. Neben Verkehrsinfrastruktur ist das schnelle Breitbandnetz wichtiger Standortfaktor für Unternehmen, Handwerksbetriebe, Ingenieurbüros, Krankenhäuser und Schulen.

Die beliebtesten und interessantesten Arbeitsplätze finden sich oft in kleinen und mittelständischen Familienbetrieben. Vier von fünf Ausbildungsplätzen werden von der mittelständischen Wirtschaft gestellt. Damit hat der Mittelstand eine Spitzenposition in Deutschland.

Bezogen auf Heidelberg ist wichtig, dass es genügend Gewerbeflächen, auch im Rahmen der Konversion, gibt damit bei Neugründungen oder Nachfolgeregelungen, der Sohn oder die Tochter Möglichkeiten in der Stadt vorfindet, den elterlichen Betrieb rentabel fortzuführen.

Moderne, wohnortnahe Ausbildungs- und Arbeitsplätze und eine Nahversorgung mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, Dienstleistungs- und Freizeitangeboten möchte fast jede/r in Heidelberg haben. Dafür will sich die MIT Heidelberg weiterhin stark machen. Denn, so Müller: „Wenn es dem Mittelstand gut geht, geht es allen gut.“

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