CDU fordert Rückkehr zu konstruktiven Gesprächen
Die CDU in Heidelberg ist bestürzt über die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen der Benediktinerabtei Neuburg und der Klosterhof GmbH. Die Heidelberger Christdemokraten sind der Überzeugung, dass ein Interessenausgleich gefunden werden kann und muss, der einen Nutzungsmix an diesem beliebten Ort sicherstellt.
„Aus unserer Sicht sind beide Interessen auf dem Areal zu berücksichtigen. Einerseits ist es wichtig, die Abtei Neuburg als geistliches Zentrum zu erhalten und zu stärken. Andererseits hat die Klosterhof GmbH in den letzten Jahren den Ort wieder für eine breite Öffentlichkeit attraktiv gemacht und neue Angebote geschaffen“, so der CDU-Kreisvorsitzende Alexander Föhr. Besonders die extensive Landwirtschaft, die Pflege der Kulturlandschaft und die Angebote, die am Erlebnisort Bauernhof unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Umweltbildungsprogramm „Natürlich Heidelberg“ durchgeführt werden, unterstreichen nach Föhrs Worten die Bedeutung des nach EG-Öko-Verordnung geführten landwirtschaftlichen Betriebs.
„Was die beiden Geschäftsführer, die aus Ziegelhausen stammen und denen die Heimat am Herzen liegt, hier mit viel Einsatz und Mühe in den letzten knapp zehn Jahren geschaffen haben ist beachtens- und unterstützenswert“, so der CDU-Kreisvorsitzende.
Dr. Jan Gradel, Vorsitzender der CDU-Gemeinderatsfraktion, ist der Überzeugung, dass die Benediktinerabtei ihre Pläne für die zukünftige Nutzung öffentlich machen sollte: „Die Bürger wollen wissen, was die Abtei plant, wenn der Vertrag mit der Klosterhof GmbH gekündigt ist. Hier sollte der Abt die Öffentlichkeit mit ins Boot nehmen.“ Nach Gradels Worten ist der Wunsch, das Stift als geistlichen Ort zu stärken nachvollziehbar. Allerdings wünschen sich Föhr und Gradel ein Miteinander und kein Gegeneinander, schließlich sei der Ort bei Jung und Alt beliebt.
Daher rufen die CDU-Politiker Abtei Neuburg und Klosterhof GmbH dazu auf an den Verhandlungstisch zurück zu kehren und gemeinsam eine Lösung zu finden, die keine Existenzgrundlagen zerstört und geistliche und weltlich Interessen an diesem Standort in Einklang bringt. „Wir sind uns sicher, dass beides möglich ist und die Attraktivität mit einem vielfältigen Angebot weiter wächst. Beide Partner können vom jeweils anderen profitieren, wenn der Streit endlich beigelegt wird“, so Föhr und Gradel abschließend.
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