Neustart als Chance begreifen – Die CDU Heidelberg bedauert, dass durch den Rechtsstreit um die Straßenbahn im Neuenheimer Feld wertvolle Zeit vertan wurde, ohne dass eine leistungsfähige Lösung für die Verkehrsprobleme in Sicht ist.
Trotzdem begreifen die Christdemokraten das Urteil auch als Chance, um durch den Masterplanprozess endlich eine für Jahrzehnte tragfähige Lösung für ÖPNV und Individualverkehr zu finden. „Wichtig ist, dass wir jetzt nicht in eine politische Schock-Starre verfallen. Es ist weder die Zeit für die Straßenbahngegner zu triumphieren, noch für die Befürworter sich in die Schmollecke zu verziehen“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende Alexander Föhr.
Die CDU Heidelberg verfolgt das Ziel einerseits eine gute Verkehrsanbindung für den wichtigen Wissenschafts- und Klinikstandort zu erreichen und andererseits das Handschuhsheimer Feld in seiner bisherigen Funktion zu erhalten. „Wir brauchen einen tragfähigen Kompromiss und dafür müssen sich alle bewegen“, fordert Föhr. Wenn eine leistungsfähige Erschließung durch den Campus laut Urteil nicht möglich sei, dann müsse diese von den Campus-Rändern aus erfolgen. „Der Ausbau des Klausenpfads für den ÖPNV und den Individualverkehr sowie eine weitere Neckarquerung können nach meiner Auffassung eine zielführende Variante sein, gerade wenn es darum geht das Handschuhsheimer Feld zu schützen, zu sichern und zu entlasten“, so Föhr weiter. Ein weiterer positiver Effekt dieser Erschließung wäre, dass Bergheim und Handschuhsheim mit der massiv überlasteten Nord-Süd-Achse Mittermaierstraße, Berliner Straße, Handschusheimer Landstraße entlastet würden. Zudem könnte eine Neckarbrücke mit Gleisen die direkte ÖPNV-Anbindung des Neuenheimer Feldes ohne Umstieg an den Mannheimer Hauptbahnhof und damit einen der größten ICE-Knoten Deutschlands, ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund begrüßt die CDU Heidelberg, dass der Masterplan unter Einbeziehung aller Akteure im Neuenheimer Feld sowie der Bürger erarbeitet werden soll. „Der Masterplanprozess muss ein „Prozess des Ermöglichens“ werden. Alle Beteiligten haben eine große Verantwortung, nicht nur ihre Interessen zu sichern, sondern eine gute Lösung für Heidelberg und die vielen Tausend betroffenen Studenten, Patienten und Arbeitnehmer im Neuenheimer Feld zu finden“, so der CDU-Kreisvorsitzende abschließend.
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