Am Donnerstag den 26. März 2015 besuchten Mitglieder des CDU-Stadtbezirksverbandes Altstadt/Schlierbach die Pflegeeinrichtungen der Evangelischen Stadtmission in der Heidelberger Altstadt.
Begleitet wurden sie dabei von den Stadträten Dr. Nicole Marmé, Alexander Föhr, Alfred Jakob sowie Martin Ehrbar. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Organisator und Vorsitzenden des Stadtbezirksverbandes Erik Bertram erläuterte Friedrich Hauck, Leiter der Altenpflegeheime St. Anna und Wilhelm-Frommel-Haus, das Konzept der Evangelischen Stadtmission Heidelberg: „Die Stadtmission umfasst verschiedene Einrichtungen für die Alten-, die Sucht- und die Wiedereingliederungshilfe, sowie die Krankenhäuser Salem und St. Vincentius, die alle in und um Heidelberg beheimatet sind, viele davon in der Plöck, die daher auch Diakoniestraße Heidelbergs genannt wird.“ Nach der Einführung folgte eine Besichtigung des renovierten und erweiterten Wilhelm-Frommel-Hauses. Zunächst ging es in den großen Innenhof mit der 1876 erbauten, ebenfalls frisch renovierten Kapelle und dem neu angelegten Garten mit einem speziell für Demenzkranke konzipierten Bereich. Das Haus selbst, das aus dem renovierten Teil und einem Erweiterungsbau besteht, verfügt über 96 Einzelzimmer mit Nasszelle. „Bis 2019 müssen in Baden-Württemberg alle Zimmer in Pflegeeinrichtungen Einzelzimmer sein“, sagte Geschäftsführerin Heidi Farrenkopf, „mit unseren beiden Häusern, dem Wilhelm-Frommel-Haus und dem St. Anna-Heim, das momentan über 60 Einzel- und 5 Doppelzimmer verfügt, sind wir da sehr gut aufgestellt.“ „Unsere Häuser sollen nicht nur Wohnhäuser und Pflegeinrichtungen sein, sondern lebendige Kommunikationsstätten der Generationen“, ergänzte Pfarrer Matthias Schärr, „deshalb gibt es neben der Pflegeeinrichtung auch eine Kinderkrippe im Frommelhof und „manna“ in der Plöck, ein Ort der Begegnung für Menschen mit wenig Geld mit einem kostenfreien Bildungsangebot.“ Nach dem Besuch des Wilhelm-Frommel-Hauses verlegte die Delegation ins Pflegeheim St. Anna. Wie das Wilhelm-Frommel-Haus ist auch das St. Anna-Heim im ehemaligen Hospitalflügel der gleichnamigen Kirche eine Einrichtung für die Dauer-, die Tages-, die Kurzzeit- und die Urlaubspflege. „Eine Alters- und Pflegeeinrichtung kann auch eine Alternative zum Alleinsein sein“, sagte Pfarrer Matthias Schärr, „wichtig ist es, die Sichtweise auf eine solche Einrichtung zu verändern. Da sind wir alle gefragt.“ Auch das St. Anna ist eine lebendige Kommunikationsstätte, die mit CityCult, dem Jugendtreff der Heidelberger Altstadt, Schulpraktikanten und Kindertagesstätten in engem Kontakt steht.
Bei der anschließenden Gesprächsrunde waren die Arbeitszeitbelastung des Pflegepersonals, Fragen der Nachwuchsgewinnung, Altersarmut, Einsamkeit im Alter und die Zukunft der Pflege mit Blick auf den demographischen Wandel wesentliche Themen. „Genügend Raum und eine gute Kommunikation zwischen der Stadt und den Trägern der Einrichtungen ist eine wichtige Grundlage, um Pflege zukunftsfähig zu machen“, sagte Heidi Farrenkopf an die Stadträte gewandt. „Alter geht uns alle an. Eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben ist es daher, die solidarischen Systeme aufrecht zu erhalten, denn Pflege muss auch für die Menschen mit wenig Geld bezahlbar bleiben“, stellten Matthias Schärr und Friedrich Hauck abschließend fest. Ein Schlusssatz, dem die CDU-Mitglieder einhellig zustimmten.
Bildunterschrift:
Heidi Farrenkopf, Sylvia Löwer, Angelika Köhler (verdeckt), Friedrich Hauck und Matthias Schärr von der Evangelischen Stadtmission Heidelberg mit Stadträten und Mitgliedern der CDU-Altstadt/Schlierbach im Innenhof des Pflegeheims St. Anna
CDU Heidelberg
Gewerbestrasse 2-4
69221
Dossenheim